Projektsteuerung

Sie fragen sich, was man unter „Projektsteuerung“ versteht, welchen Nutzen sie hat und wann man sie braucht?

Projektsteuerungsleistungen werden von Architekten oder Ingenieuren erbracht, wenn sie Funktionen des Auftraggebers bzw. Vorhabensträgers bei der Steuerung von vielschichtigen Projekten in technischer, wirtschaftlicher, organisatorischer und rechtlicher Hinsicht übernehmen.
Sie sind immer dann gefragt, wenn die Koordinierungsaufgaben und die Sorge für die Einhaltung von Kostenrahmen und Terminen sowie die Qualitätssicherung so umfangreich und komplex werden, dass der Auftraggeber bzw. Vorhabensträger mit der Wahrnehmung aller dieser Aufgaben schlichtweg überfordert wäre.

Projektsteuerung soll Stabsfunktion haben. Es gilt, Lösungsvorschläge, Anpassungsmaßnahmen und Entscheidungen vorzubereiten, Impulse zu geben, zu beraten und zu berichten, für eine ordentliche Aktenlage und umfassende fundierte Dokumentation zu sorgen, Risiken abzuschätzen und Sicherheit für die Projektleitung zu schaffen, damit diese entscheiden, durchsetzen, vollziehen, veranlassen sowie anweisen und somit Verantwortung übernehmen kann.
Dabei hat die Projektsteuerung den in den letzten Jahren stetig gewachsenen Ansprüchen an die am Bau Beteiligten Rechnung zu tragen. So wirken sich insbesondere immer kürzere Innovationszyklen innerhalb der Technologie- und Dienstleistungssektoren deutlich auf die Abwicklung von Bauprojekten aus. Auch hinsichtlich der baurelevanten Gesetze, Verordnungen, Normen sowie anderen Vorschriften und Regelwerken ist zu vermuten, dass die gerade in den letzten Jahren merklich schneller gewordene „Taktfolge“ nicht an Intensität nachlassen wird.

Ob der Bauherr bzw. Vorhabensträger alle Funktionen der Projektleitung selbst übernimmt oder im gewissen, individuell zugeschnittenen Umfang auf den Projektsteuerer überträgt, kann im jeweiligen Einzelfall entschieden werden.

Der Nutzen von professionellen, ganzheitlichen Projektsteuerungsleistungen lässt sich in zweifacher Hinsicht definieren:
Im engeren, d. h. betriebswirtschaftlichen Sinne besteht der Nutzen in der Erfüllung der Projektziele im Hinblick auf Funktionen, Qualität, Kosten und Termine.
Im weiteren, d. h. gesellschaftlichen Sinne bezieht sich der Nutzen auf die Arbeitsbedingungen der am Vorhaben beteiligten Personen und die Auswirkungen des Projektes auf seine Umwelt.

Professionelle Management- und Kontrollverfahren sorgen für einen in jeder Phase transparenten und damit steuerbaren Projektablauf. Über sie lassen sich für den Bauherrn bzw. Vorhabensträger die Freiräume schaffen, die er braucht, um seine eigentlichen Aufgaben erfüllen zu können.

In der Praxis werden externe Projektsteuerer vor allem bei anspruchsvolleren Hochbauten, Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen eingeschaltet. Eine zunehmende Bedeutung hat die Projektsteuerung aber auch bei der Freimachung und Revitalisierung von Altstandorten und Industriebrachen erlangt. Ebenso sind Konversionen militärischer Standorte mit den dabei erforderlichen Abbruch-, Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen ein breites Betätigungsfeld für Projektsteuerer.
Aber auch bei kleineren Projekten oder in besonderen Fällen, z. B. im Rahmen von Projektvorbereitungen oder der Durchführung planungsrechtlicher Verfahren, kann eine professionelle Projektsteuerung durchaus sinnvoll sein. So hatten wir z. B. im Auftrag der DB AG die Projektsteuerung zur Durchführung eines Raumordnungsverfahrens übernommen.

Den Einsatzmöglichkeiten im Rahmen der Projektsteuerung sind (fast) keine Grenzen gesetzt.

Für ein persönliches Gespräch zur Vertiefung der Thematik stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.