Baudenkmal

Baudenkmal

Vor einigen Jahren noch war der Begriff Baudenkmal für vermutlich die Mehrheit der Gebäudeeigentümer ein „rotes Tuch“. – Viel Reglementierung durch Behörden, zu erfüllende Auflagen, relativ hohe Unterhaltungs-, Instandsetzungs-, Um-, Ausbau- und Sanierungskosten.

In Folge der sich seitdem merklich geänderten steuerrechtlichen Randbedingungen ist heutzutage jedoch manch einer froh, ein denkmalgeschütztes Objekt sein Eigen zu nennen bzw. erwerben zu können. – Bietet doch ein Baudenkmal vergleichsweise erhöhte Abschreibungs- und Absetzungsmöglichkeiten.
Auch im Hinblick auf die Einheitsbewertung und die Bemessung von Erbschafts-, Schenkungs- sowie Grundsteuer kann ein Denkmalstatus nennenswerte Vorteile bringen.

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Seit Änderung der Steuergesetzgebung zum 01.01.2006 sind Investitionen in denkmalgeschützte Immobilien sehr lukrativ geworden, denn in keinem anderen Bereich lassen sich über viele Jahre hinweg vergleichbar hohe Steuerersparnisse realisieren. – Eine derart hohe staatlich garantierte Subventionierung finden Sie bei keiner anderen Kapitalanlageform!

Allerdings ist die Inanspruchnahme von Steuervergünstigungen für Herstellungs- und Anschaffungskosten sowie der steuerliche Abzug von Erhaltungsaufwendungen an diverse, recht rigide Randbedingungen geknüpft.

Denkmalschutzrecht und Steuerrecht bilden hier ein Konglomerat, das nicht einfach zu durchschauen ist und im Umgang ein hohes Maß an fachübergreifender Versiertheit erfordert.

So sind allein die Bescheinigungsrichtlinien nach den Denkmalschutzgesetzen der Bundesländer zur Anwendung der einschlägigen Steuergesetze ein Thema für sich.

Auch ist zu beachten, dass in den Arbeitsbereichen von Denkmalschutz und Denkmalpflege eine Reihe fest oder gar gesetzlich definierter Begriffe verwendet werden.

Darüber hinaus kursieren Begriffe, die nicht nur ein breites Spektrum an Inhalten umfassen sondern auch noch von Region zu Region unterschiedlich eingesetzt werden.
Einige Begriffe, wie z. B. „Sanierung“, erhielten durch fehlgeleitete Entwicklungen inzwischen oft völlig andere Inhalte. So wurde in den vergangenen Jahrzehnten fälschlicherweise oft auch der Abriss und der anschließende Neubau als Sanierung bezeichnet, obwohl unter „Sanieren“ im Sinne der Wortdeutung ausschließlich die nachhaltige Instandsetzung und umfassende Modernisierung auf lange Sicht zu verstehen ist.

Also: Wenn’s ums Geld geht, kann schon allein die Wortwahl entscheidend sein!

Auch die nicht immer im Einklang stehenden Belange der Energieeinsparverordnung auf der einen und des Denkmalschutzes auf der anderen Seite stellen ein sich weit spannendes Problemfeld dar. Falsch verstandenes ”Energiesparen” führt hier leider allzuoft ins bautechnische Dilemma.
Diesbezüglich ist nicht nur theoretisches Wissen gefragt. Vielmehr sind über Jahre gewonnene praxisbezogene Erfahrungen von unschätzbarem Wert!

Möchten Sie mehr wissen? – Wenn wir Ihnen Fragen beantworten oder mit Rat und Tat zur Seite stehen können, tun wir dies gern.