Lehmbau

LehmbauWeltweit hat das Bauen mit Lehm eine sehr lange Tradition. In Deutschland war Lehm im Fachwerkbau früher einer der Hauptbaustoffe. Daneben wurde er aber auch massiv tragend eingesetzt. Verdrängt wurde er erst mit dem Aufkommen moderner Industriebaustoffe.
In hiesigen Landen gibt es allerdings vielerorts noch Gebäude, die in „grauer Vorzeit“ unter Verwendung des Baustoffes Lehm errichtet worden sind, z. B. in Form von Stampflehm, Lehmziegeln oder Strohlehm für Wandausfachungen.

Seit Beginn der achtziger Jahre erfährt der Lehmbau in Anbetracht seiner unbestreitbaren, weil nachweislichen Vorzüge jedoch wieder mehr Beachtung und Anerkennung.

  • Lehm ist vielerorts verfügbar, kann umweltverträglich gewonnen und mit minimalem energetischen Aufwand veredelt werden.
  • Lehmbaustoffe sind problemlos wiederverwertbar und / oder zu entsorgen.
  • Bei sachgemäßer Verwendung fördern sie zudem die Gesundheit der Menschen, tragen zumindest zu hervorragenden raumklimatischen Verhältnissen bei.
  • Im Lehmbau kann viel in Eigenleistung erbracht werden.

Um es auf den Punkt zu bringen: Lehmbaustoffe sind ökologisch und ökonomisch hochwertig!

Das neu geweckte Interesse am Lehm hat dazu geführt, dass sich das Geschäft mit ihm wiederbelebt hat und nach Möglichkeiten neuer Anwendungen sowie neuen Produkten – wie etwa dem Streichlehm – gesucht wurde und immer noch wird.
Nicht nur eingefleischte Liebhaber sondern auch immer mehr von den Vorzügen des Lehmbaus angesprochene Hauseigentümer und Bauherren bauen nicht nur auf, sondern auch mit Lehm.
Das Bauen mit Lehm ist sozusagen im Trend.

Aus eigenem Antrieb haben wir uns in den vergangenen Jahren nicht nur intensiv mit der Historie und den Möglichkeiten des Bauens mit Lehm beschäftigt, die Begrifflichkeiten von A wie Abriebsfestigkeit bis Z wie Zuschlagstoffe studiert – sondern, Sie ahnen es, selbst geplant und mit Lehm gebaut haben wir auch.

Wenn auch der Wiederaufbau (Rekonstruktion) und Neubau von Gebäuden unter Verwendung von Lehmbaustoffen heutzutage (noch) eher Seltenheitswert hat, so ist doch die Instandhaltung, Instandsetzung und Sanierung ein recht breites Betätigungsfeld.

Diesem widmen wir uns mit Leidenschaft.

Wir tun dies in engem Kontakt mit einem guten Freund, der ausgebildeter Bauingenieur ist und dessen Diplomarbeit unter der Überschrift „Historische Lehmbausubstanz im ländlichen Raum Thüringens – Fallbeispiel Neckeroda, Umnutzung und Sanierung“ gestanden hat. Er ist nicht nur Gründungsmitglied des „Denkmalverbund Thüringen e. V.“ sondern auch engagiertes Mitglied im Verein „Interessengemeinschaft Bauernhaus e. V.“. Übrigens: Im Jahr 2002 wurde er für seine herausragenden Leistungen im Rahmen der Sanierung eines aus dem Jahr 1776 stammenden Wohn-Stall-Hauses mit dem Thüringischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet.

Weiterhin pflegen wir eine enge Zusammenarbeit mit der Denkmalhof Gernewitz gGmbH, für die wir auch schon Vorträge im Rahmen eines Seminares „Energieeinsparung im Altbau – Möglichkeiten und Grenzen“ gehalten haben und bei der wir aktiv in die Bedarfs- und Machbarkeitsstudie „Monumentendienst Thüringen“ (Arbeitstitel) eingebunden sind.

Wenn auch Sie zu den Liebhabern, zumindest zu den Zeitgenossen gehören, die ein Haus erwerben wollen, in dem Lehm verbaut ist, oder denen die Erhaltung des eigenen durch Lehmbaustoffe charakterisierten Objektes am Herzen liegt, dann könnten Sie zu unseren potentiellen Auftraggebern gehören. – Egal ob beratend, planend oder bauüberwachend, wir stehen Ihnen als kompetenter Partner gern zur Seite.