Sicherungseinrichtungen in Trinkwasserinstallationen

Anforderungen und Realitäten klaffen oftmals weit auseinander.

Die neue Trinkwasserverordnung 2011 schreibt explizit vor, dass Anlagen, aus denen Trinkwasser abgegeben wird, nicht ohne eine den anerkannten Regeln der Technik entsprechende Sicherungseinrichtung mit Anlagen und Einrichtungen verbunden werden dürfen, in denen sich Wasser befindet oder fortgeleitet wird, das nicht für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist.

Im Klartext heißt dies, dass beim Anschluss von bestimmten Apparaten und Geräten an die Trinkwasserinstallation (z. B. in Zahnarztpraxen oder Lebensmittelbetrieben) oder bei der Verbindung von Nicht-Trinkwasser-Anlagen (z. B. Heizungsanlagen) geeignete Sicherheitseinrichtungen eingesetzt werden müssen.

Dies ist jedoch leider nicht immer der Fall. Zwischen Sollzustand und Realität liegen oftmals Welten!

Zu den besonders zu sichernden Entnahmestellen zählen beispielsweise auch Bade- und Duschwannen mit Schlauchbrause, Badewanneneinläufe unterhalb des Wannenrandes, Schlauchbrausen in Küchen, Wasch- und Geschirrspülmaschinen, Klosettbecken und Urinale im Innen- sowie Hochdruckreiniger im Außenbereich.

Die einzusetzenden Sicherungseinrichtungen sind in Abhängigkeit von der jeweiligen Einbau- und Nutzungssituation entsprechend den zuzuordnenden Wasserklassen bzw. Flüssigkeitskategorien, d. h. des Grades der von der ggf. zurückfließenden Flüssigkeit ausgehenden Gefährdung, zu bestimmen.

Der Auswahl der richtigen Sicherungseinrichtung kommt somit eine große Bedeutung zu.

Es gibt Rohrunterbrecher, Rohrtrenner, Rückflussverhinderer und Rohrbelüfter in jeweils verschiedenen Bauarten und Kombinationen. – Man hat sozusagen die Qual der Wahl.

Und dann noch eins: Sind Sie sich sicher, dass im Fall des Falles Ihre Versicherung für einen Sach- oder schlimmstenfalls sogar Personenschaden aufkommt, wenn Sie den Ihnen obliegenden Pflichten zur Inspektion, Wartung und Instandsetzung bzw. zum Einbau von Sicherungseinrichtungen nicht nachgekommen sind?

Sicher ist dies nicht! – So können z. B. Versicherungsbedingungen von Gebäudeversicherungen einschlägige Paragraphen bzw. Klauseln enthalten, die den Versicherer im Schadensfall leistungsfrei stellen.

Und was könnten wir für Sie tun?

  • Sofern Sie es wünschen, können wir Ihre Trinkwasseranlage „unter die Lupe“ nehmen, d. h. überprüfen, ob alle nach den einschlägigen Vorschriften und allgemein anerkannten Regeln der Technik erforderlichen Sicherungseinrichtungen vorhanden sind oder ob und in welchem Rahmen Nachrüstbedarf besteht.

In diesem Zusammenhang würde es sich anbieten, eine gleichzeitige Inspektion, d. h. Funktionskontrolle und ggf. sogar eine Wartung der vorhandenen Sicherungseinrichtungen durchführen zu lassen.
Dies könnte dann in partnerschaftlicher Zusammenarbeit von einem versierten und zuverlässigen Fachbetrieb übernommen werden, der uns zudem bei der Überprüfung tatkräftig unterstützen könnte.

Profitieren würden Sie in einem derartigen Fall in mehrfacher Hinsicht:
Zum einen würde nicht nur der Überprüfungszeitraum gestrafft, sondern auch der Ingenieurstundenanteil reduziert, was wiederum zu einer Kostenminimierung beiträgt.
Zum anderen könnte sozusagen in einem Atemzug eine vorschriftsmäßige Inspektion sowie Wartung durchgeführt werden – ohne zusätzliche Abstimmungen, An- und Abfahrten. – Die zeitlichen und finanziellen Vorteile liegen klar auf der Hand!
Im Bedarfsfall können wir für Sie selbstverständlich die komplette Organisation und Koordination eines derartigen Teameinsatzes übernehmen und so zu Ihrer Entlastung beitragen.

  • Zum festgestellten Nachrüstungsbedarf können wir ein Leistungsverzeichnis erstellen, mit dem dann Angebote bei versierten und zuverlässigen Fachfirmen eingeholt werden können.
  • Das Einholen der Angebote können wir ebenso übernehmen wie deren Prüfung und das Unterbreiten eines Vergabevorschlages sowie die weitere Mitwirkung bei der Auftragsvergabe.
  • Wir können die Arbeiten zum Einbau von Sicherungseinrichtungen überwachen.
  • Bei Bedarf können wir vorhandene Bestands- sowie Revisionsunterlagen aktualisieren bzw., sofern derartige Unterlagen nicht vorhanden sind, komplett neu erstellen.
  • Für die Inspektion und Wartung vorhandener wie auch neu eingebauter Sicherungseinrichtungen können wir Inspektions- und Wartungspläne ausarbeiten.

Für Fragen und vertiefende Erläuterungen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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